Cuyada und Gemeindehausbau …

Vor gut zwei Wochen haben wir Frauen der Gemeinde (Kirche) eine Cuyada auf dem Wochenmarkt veranstaltet. Eine Cuyada ist der Verkauf von Meerschweinchen (=Cuy). Also gebratenem Meerschweinchen. 8 Soles pro Teller war der Preis und die Leute haben gekauft wie nix. Gegen 12:30 Uhr hatten wir schon nichts mehr doch es kamen immer noch Leute, die einen Teller haben wollten.

Der Samstag vor der Cuyada war der Schlachttag und ich habe meine ersten Meerschweinchen erlegt. Da ich allerdings nicht so geübt war und mir die armen Dinger dann doch leid getan haben (es hat eben etwas länger gedauert), habe ich das Schlachten den anderen überlassen und nur noch gerupft und ausgenommen. Und ich kann euch sagen, das ist ganz schön viel Arbeit. In Deutschland sind wir es ja überhaupt nicht mehr gewohnt selbst zu schlachten. Somit wissen die Meisten gar nicht, wie viel Arbeit das ist. Für mich war das Ganze schon eine Überwindung, aber wenn man erst einmal den Gedanken an Meerschweinchen = Haustier begraben hat, dann geht es ganz gut. Und ich habe sie ja schon vorher gegessen, aber eben noch nie selbst geschlachtet. Anyway.

Es war ein besonderer Tag mit guter Gemeinschaft unter den Frauen, viel lachen und reden und gutem Essen!

Für die, die es sehen wollen – hier ein paar Bilder:

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Campaña medica

Gestern waren gut 38 Mitarbeiter (und Kindern) vom Krankenhaus auf einer campña medica (= medizinischer Einsatz) in einem Bergdorf. Dieses „Dorf“ ist im Grunde eine comunidad, also eine Gemeinschaft. Das bedeutet man findet vielleicht 4-6 Häuschen umgeben von großer Landwirtschaft. Diese Leute haben sich also zu einer Gemeinschaft zusammen geschlossen. Das heißt, sie teilen z.B. ein Lagerhaus, einen Traktor, u.s.w. Diese comunidad „Huerta Alta“ hat uns schon seit langem eingeladen und gestern war es dann endlich soweit.

Die christliche Gemeinde, bestehend aus 30 Leuten, in Huerta Alta hat die umliegenden comunidades eingeladen, gekocht und Raum geschaffen für unser Vorhaben. Gut 130 Leute kamen um einen Arzt zu sehen oder zum Zahnarzt zu gehen. Sie wurden gründlich durchgecheckt, es wurden Medikamente verschrieben und ausgeteilt und manche erhielten auch eine cita (= Termin) um für weitere Behandlungen zum Krankenhaus zu kommen. Das Wetter war gut und es hat viel Spaß gemacht!

Zum Schluss haben wir gemeinsam mit den Christen in Huerta Alta gebetet und uns dann herzlich verabschiedet. Auch wenn unser Hintergrund, unsere Lebensweise und teilweise auch unsere Sprache so unterschiedlich ist so hat der Pastor es doch richtig ausgedrückt: durch Jesus Christus sind wir Teil EINER Familie! Der Familie Gottes!

Hier noch ein paar Eindrücke in Bildern:

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